Montag, 7. März 2016



Rezension Das Monster des Prinzen 
Savannah Lichtenwald


 

















Klappentext:


„Ich bin nicht normal - jedenfalls nicht das, was andere unter `normal´ verstehen. Ich bin schwul. Das ist mir seit einem halben Jahr bewusst und seit ein paar Monaten weiß es leider auch David und damit der Rest der Schule. Darin sehe ich nur einen einzigen Vorteil. Früher hatte ich keine Ahnung, was dieses Monster dazu trieb, mich zu tyrannisieren. Rempeleien und Rippenstöße gab es von Anfang an, doch jetzt weiß ich wenigstens, warum er mich hasst.“ Philip und David - zwei Jugendliche, so verschieden wie Tag und Nacht ... wie Magneten, die sich abstoßen. Sechs Jahre vergehen, schmerzhafte Erfahrungen drängen sich den Männern auf und hinterlassen Spuren. Vergessen können sie einander jedoch nicht. Als sie sich wiedersehen, haben sich beide verändert. Philip führt ein Café und kämpft mit seinen Komplexen, während David einen ausgeprägten Selbsthass mit sich herumschleppt. Die Vergangenheit steht zwischen ihnen wie eine unsichtbare Mauer und in der konservativen Stadt, in der sie leben, gehören Mobbing und Verachtung immer noch zum Alltag. Doch vielleicht gibt es eine winzige Chance und das Undenkbare geschieht ... David und Philip - zwei Männer, die mehr gemeinsam haben, als sie vermuten ... wie Magneten, die einander anziehen


Fazit:


In Das Monster des Prinzen lernen wir Phillip kennen. Phillip ist schwul und an seiner Schule das Opfer. Dies muss er jeden Tag erfahren. Von seinen Mitschülern wird er gejagt und mit dummen Sprüchen beleidigt. Allen voran David. David ist der Held schlecht hin. Die Schüler tun sofort was er sagt. So geht es eine lange Zeit. Davids Problem mit Phillip ist schnell erklärt. Phillip ist schwul, und David findet dies abscheulich. So geht es Jahre lang. Doch mit 16 verändert sich alles. Davids Provokationen hören auf. Doch scheint irgendetwas anders mit ihm zu sein. Im Sport Unterricht wirft David ihm Blicke zu, die er nicht richtig einschätzen kann. Doch nach dem Abschluss verlieren sich beide aus den Augen. Während Phillip im Restaurant bei seiner Mutter arbeitet, lebt David ein Leben im Drogen und Party Rausch. Nebenbei arbeitet er natürlich schwarz in einem Gemüse und Obstladen. Doch auch das wird ihm schnell langweilig und er flieht nach Texas. Doch dort ergeht es ihm alles andere als gut. Immer wieder muss er an Phillip denken. Sein gesamtes Leben gerät aus den Fugen. Schon bald entdeckt er dass er selbst schwul sein kann. Seine Arbeit läuft auch wieder beschissen. Er bekommt Schläge mit der Peitsche und zu allem Überfluss landet er noch im Knast weil er beim Stehlen seines Lohnes erwischt wird. Lange sitzt er ein und er hat nur noch einen Wunsch. Sich bei Phillip entschuldigen und seinem Leben ein Ende setzen.

Savannah hat hier eine sehr rührende Geschichte geschrieben. Auf den ersten Seiten mochte ich David kein Stück. Doch wenn man ein wenig an seiner Fassade kratzt kommt ein sehr toller Mensch hervor. Dass er Phillip das Leben zur Hölle gemacht hat, kann man auf einer Seite verstehen, wenn man seine Geschichte liest. David ist nicht immer so stark wie er denkt. Phillip hingegen ist ein Schatz. Früh weiß er dass er auf Männer steht und für ihn ist es auch nicht so das Problem. Außer in der Öffentlichkeit. Als Kind muss er wirklich sehr viel aushalten. Ganz oft wollte ich ins Buch springen und ihm helfen. Die Emotionen der Protas kommen super rüber und ich war erstaunt in welcher Sprache Savannah hier geschrieben hat. So wie die heutigen Teenager sprechen hat sie es übernommen, und das gefällt mir super. Im Ganzen ist es ein wunderbares Buch. In dem wir lesen wie es an manchen Schulen heute noch zugehen kann. Mobbing mit Handgreiflichkeiten und niemand der zu einem steht. Ob es ein Happy End gibt im Buch verrate ich nicht. Denn jeder sollte das vergnügen haben selbst heraus zu finden wie es Endet. Für mich sehr gelungen und immer wieder lesbar.
 

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Autorenprofil: Savannah Lichtenwald


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